Das M99 und die Schwerkraft
12/06/10
Herr Bachmann und seine Hobag wollen die Schwerkraft überwinden und stolpern dabei von einem M99-Desaster zum nächsten: Zuerst wurden Grundstücke (zu) teuer eingekauft, statt bis zur Projektsicherheit – sprich Vorvermietung von etwa 50% – nur Optionen zu halten. Dann wurden die Politik und die Bedürfnisse der Bevölkerung in Lienz falsch eingeschätzt. Der größte und entscheidende Fehler war aber, als Unternehmen ohne Einkaufscenter-Erfahrung ins Blaue hinein zu planen und dabei vor allem die Träume eines "Stararchitekten" als Maßstab zu nehmen.
So entstand ein M99, das Waren und Kunden mittels Brücke und Tunnel über die Bundesstraße lotsen müsste, weil auf der gegenüberliegenden Straßenseite angeliefert und geparkt würde! Geplant wurde ein Monster-EKZ, dessen täglicher Kundenbedarf über die heute schon notorisch verstopfte B100 niemals reibungslos zu befriedigen wäre. Kalkuliert wurde mit Durchschnittsmieten um die 20 Euro in einer Stadt, in der maximal 15 Euro zu erlösen sind und mit einer Kaufkraft, die Osttirol und Oberkärnten einfach nicht haben. All diese Fehler wird ein Entwickler vom Kaliber eines Rene Benko nicht machen. Deshalb wird er das M99 auch nicht wie derzeit geplant bauen. Der Lorenz-Plan landet im Müll.
Höchste Zeit für Bürgermeister Hannes Hibler zu beweisen, dass er nicht nur taktieren und abwarten, sondern auch motivieren und gestalten kann. Die Stadtführung – nicht eine italienische Firma – muss artikulieren was Lienz braucht, aufbauend auf Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung und auf professionell ermittelte Marktdaten. Erst dann hat ein Investor jene Rahmenbedingungen, die er für eine wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Projektentwicklung benötigt. Herr Bachmann wir nicht dieser Investor sein, darauf halten wir jede Wette.
So entstand ein M99, das Waren und Kunden mittels Brücke und Tunnel über die Bundesstraße lotsen müsste, weil auf der gegenüberliegenden Straßenseite angeliefert und geparkt würde! Geplant wurde ein Monster-EKZ, dessen täglicher Kundenbedarf über die heute schon notorisch verstopfte B100 niemals reibungslos zu befriedigen wäre. Kalkuliert wurde mit Durchschnittsmieten um die 20 Euro in einer Stadt, in der maximal 15 Euro zu erlösen sind und mit einer Kaufkraft, die Osttirol und Oberkärnten einfach nicht haben. All diese Fehler wird ein Entwickler vom Kaliber eines Rene Benko nicht machen. Deshalb wird er das M99 auch nicht wie derzeit geplant bauen. Der Lorenz-Plan landet im Müll.
Höchste Zeit für Bürgermeister Hannes Hibler zu beweisen, dass er nicht nur taktieren und abwarten, sondern auch motivieren und gestalten kann. Die Stadtführung – nicht eine italienische Firma – muss artikulieren was Lienz braucht, aufbauend auf Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung und auf professionell ermittelte Marktdaten. Erst dann hat ein Investor jene Rahmenbedingungen, die er für eine wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Projektentwicklung benötigt. Herr Bachmann wir nicht dieser Investor sein, darauf halten wir jede Wette.
Es wird gewählt - und wir stellen unsere Arbeit ein
30/12/09
Im März 2010 wählt Lienz einen neuen Gemeinderat. Die Initiative „Stoppt Monster 99“ stellt deshalb ihre Arbeit ein. Schon 2009 war das größte Problem der Diskussion rund um das Megacenter M99 die Politisierung eines Sachthemas. Statt gemeinsam über eine sinnvolle und lebenswerte Stadtentwicklung auf dem Mühlenareal nachzudenken, wurde politisches Kleingeld gemünzt.
Auf der bisherigen Monster99-Website, die wir als Archiv weiterhin zugänglich machen, haben sich Anfang 2009 viele Lienzerinnen und Lienzer ganz persönlich, mutig und öffentlich gegen dieses Großprojekt ausgesprochen. Jeder einzelne hatte gute Gründe, von der Ärztin bis zum Kaufmann, von Fachleuten bis zu besorgten Anrainern. Alle Einwände wurden mit politischen Argumenten vom Tisch gewischt und nicht sachlich widerlegt.
Aus diesem Grund stellt die Initiative ihre Arbeit ein. Die kommenden Monate werden vom Wahlkampf geprägt sein, von Polemik und Schlagzeilen. Das ist kein Umfeld für kreativen Gedankenaustausch und gemeinsames Planen. Das M99-Projekt ist konzeptiv und wirtschaftlich unausgegoren und wird in der vorliegenden Form nicht realisiert. Das ist dann gut für die Stadt, wenn es gelingt, das vorliegende Projekt der HOBAG durch ein besseres zu ersetzen. Diese Gestaltungsaufgabe liegt beim neuen Gemeinderat, dem wir dazu viel Glück, Weisheit und Weitblick wünschen.
Auf der bisherigen Monster99-Website, die wir als Archiv weiterhin zugänglich machen, haben sich Anfang 2009 viele Lienzerinnen und Lienzer ganz persönlich, mutig und öffentlich gegen dieses Großprojekt ausgesprochen. Jeder einzelne hatte gute Gründe, von der Ärztin bis zum Kaufmann, von Fachleuten bis zu besorgten Anrainern. Alle Einwände wurden mit politischen Argumenten vom Tisch gewischt und nicht sachlich widerlegt.
Aus diesem Grund stellt die Initiative ihre Arbeit ein. Die kommenden Monate werden vom Wahlkampf geprägt sein, von Polemik und Schlagzeilen. Das ist kein Umfeld für kreativen Gedankenaustausch und gemeinsames Planen. Das M99-Projekt ist konzeptiv und wirtschaftlich unausgegoren und wird in der vorliegenden Form nicht realisiert. Das ist dann gut für die Stadt, wenn es gelingt, das vorliegende Projekt der HOBAG durch ein besseres zu ersetzen. Diese Gestaltungsaufgabe liegt beim neuen Gemeinderat, dem wir dazu viel Glück, Weisheit und Weitblick wünschen.
